Berner SennenhundeAustralian ShepherdWelpenLinks

Rassebeschreibung

Ursprung


Die Australian Shepherds sind keine australische Hunderasse, sondern stammen aus Nordamerika. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden in großer Zahl Schafe aus Australien in die USA importiert.

Die Schafherden wurden von australischen Schäfern und ihren Hütehunden begleitet. Diese Hunde waren Nachfahren von Collies, die sich mit den wilden australischen Dingos gepaart hatten. Auf Grund ihrer Intelligenz und Schnelligkeit und weil sie furchtlose und eifrige Hütehunde waren, fielen diese Hunde den amerikanischen Farmern auf, die damit begannen sie mit ihren Hütehunden zu kreuzen. In den heutigen Australian Shepherds sind also auch die Rassen Deutscher Schäferhund, Border Collie, Bobtail und Berger de Brie vertreten. Man sagt, dass alle diese Rassen ihre besten Eigenschaften beigesteuert haben.

Vor allem durch die Westernreiter, die ihre Pferde aus den USA nach Deutschland holten, gelangten die Australian Shepherds auch nach Deutschland, wo sie schnell viele Freunde fanden. Sie fallen zunächst durch ihre außergewöhnlichen Farben auf.

Susi

ASCA Standard



Der Standard nach dem ASCA

Im Januar 1977 schrieb der ASCA den Standard des Australian Shepherd, der sehr gut beschreibt, was den Aussie ausmacht

Allgemeine Erscheinung

Der Australian Shepherd ist ein wohlausgewogener Hund von mittlerer Größe und Knochenstärke. Er ist aufmerksam und lebhaft, zeigt Kraft und Vitalität kombiniert mit außergewöhnlicher Beweglichkeit. Er ist ein wenig länger als hoch und hat ein Fell von mäßiger Länge und Derbheit. Die Farbgebung zeigt sich in ihrer Vielfalt und Einmaligkeit in jedem Individuum. Ein erkennbares Merkmal ist seine natürliche oder kupierte (seit Juni 1998 Kupierverbot in Deutschland) Stummelrute. Jedes Geschlecht, ob männlich oder weiblich, ist im Ausdruck gut erkennbar.

Charakter

Der Australian Shepherd ist intelligent, hauptsächlich ein Arbeitshund mit starkem Hüte- und Schutztrieb. Er ist ein Ausnahmegefährte. Er ist vielseitig, leicht erziehbar und erledigt seine ihm übertragene Aufgaben mit großem Stil und Enthusiasmus. Er ist Fremden gegenüber reserviert, zeigt aber keine Scheuheit. Obgleich er ein aggressiver, autoritärer Arbeiter ist, wird Bösartigkeit gegen Mensch oder Tier nicht toleriert.

Kopf

Scharf geschnitten, kräftig, trocken und in Proportion zum Körper. Der Oberkopf ist flach bis leicht gerundet, seine Länge und Breite ist gleich der Länge der Schnauze, welche ausgeglichen und proportioniert zum Rest des Kopfes ist. Die Schnauze verjüngt sich leicht zu einer gerundeten Spitze. Der Stop ist mittel ausgeprägt, aber wohl deutlich.

Zähne

Ein komplettes, aus starken weißen Zähnen bestehendes Scherengebiss. Ein Zangengebiss ist ein Fehler. Zur Disqualifikation führt ein vorstehender Unterkiefer oder ein vorstehender Oberkiefer mit mehr als ein 1/8 Inch (3,Zmm) Abstand. Durch einen Unfall abgebrochene oder fehlende Zähne werden nicht als fehlerhaft bewertet.

Augen

Die Augen sind sehr ausdrucksvoll und zeigen Aufmerksamkeit und Intelligenz. Sie sind klar, mandelförmig und von mittlerer Größe. Ein wenig schräg platziert, weder vorstehend noch tief liegend, mit dunklen Pupillen, die scharf abgegrenzt und perfekt positioniert sind. Die Farben sind braun, blau und bernsteinfarben oder jede Variation oder Kombination einschließlich Geflecktheit und Marmorierung.

Ohren

Hoch angesetzt an der Seite des Kopfes, dreieckig und leicht gerundet an der Spitze. Von angemessener Länge, die gemessen wird, indem man die Ohrenspitze bis in den inneren Augenwinkel bringt. Die Ohren fallen bei voller Aufmerksamkeit vorwärts und über, ¼ bis ½ oberhalb der Basis. Stehohren oder Hängeohren sind herbe Fehler.

Hals und Körper

Der Hals ist fest, ebenmäßig und proportioniert zum Körper. Er ist von mittlerer Länge, am Scheitelpunkt leicht gewölbt und an der Schulter wohl platziert. Der Körper ist ebenmäßig und muskulös. Die Oberlinie erscheint horizontal, bei einem naturgemäßen Rechteck. Der Brustkorb ist tief und kräftig mit wohlgeformten Rippen. Die Lende ist von oben gesehen kräftig und ausgeprägt. Die Unterlinie zieht sich gut zurück und mäßig auf. Die Kruppe fallt mäßig ab. Das Ideal entspricht 30° von der Horizontalen. Die Rute ist gerade gestreckt nicht länger als 4 Inches (I0 cm), als natürliche oder kupierte (seit Juni 1998 Kupierverbot in Deutschland) Stummelrute.

Vorder- und Hinterhand

Die Schulterblätter sind lang und flach, am Widerrist eng angesetzt. Bei natürlicher Stellung liegen sie annähernd zwei Finger breit auseinander und gut zurück in einem Winkel von annähernd 45° zum Boden. Der Oberarm schließt sich in einem annähernd rechten Winkel an die Schulterlinie an, mit Vorderbeinen, die gerade und senkrecht zum Boden stehen

Das Ellbogengelenk ist gleich weit entfernt vom Boden wie zum Widerrist. Die Beine sind gerade und kräftig. Die Fesseln sind kurz, dick und stark, aber dennoch biegsam, von der Seite gesehen einen leichten Winkel zeigend.

Die Weite der Hinterhand ist annähernd gleich der Weite der Vorderhand an der Schulter. Die Winkelung des Beckens und Oberschenkels entsprechen den Winkelungen des Schulterblattes und des Oberarmes, annähernd einen rechten Winkel bildend. Die Kniegelenke sind klar gekennzeichnet, die Sprunggelenke sind mäßig geneigt. Die Mittelfußknochen sind kurz, senkrecht zum Boden und von hinten gesehen parallel zueinander. Die Pfoten sind oval geformt, kompakt, gut geschlossen mit gut gewölbten Zehen. Die Ballen sind dick und elastisch, die Krallen sind kurz und kräftig Wolfskrallen hinten werden entfernt.

Fell

Von mittlerer Beschaffenheit, glatt bis leicht gewellt, witterungsbeständig, von maßvoller Länge mit Unterwolle. Die Qualität der Unterwolle wechselt mit dem Klima. Das Haar am Kopf ist kurz und glatt, ebenso außerhalb der Ohren, vom an den Vorderbeinen und unterhalb der Sprunggelenke Hinten an den Vorderbeinen eine angemessene Befederung, die Hosen sind mittel voll Mähne und Kragen sind maßvoll, bei Rüden ausgeprägter als bei Hündinnen Nicht - typische Behaarung ist ein schwerer Fehler.

Farbe und Pigmentierung

Alle Farben sind kräftig, rein und satt. Die anerkannten Farben sind Blue Merle, Red Merle, einfarbig Black (schwarz) und einfarbig Red (rot), alle mit oder ohne white (weißen) und/oder copper (kupferfarbenen) Points (Abzeichen), mit keinem Vorzug der Reihenfolge. Blue Merle und Black haben schwarz pigmentierte Nasen, Lefzen und Augenränder. Red Merle und Red haben leberfarben pigmentierte Nasen, Lefzen und Augenränder. Eine Schmetterlingsnase (mit rosa Punkten bzw. Stellen) sollte bei einem Alter unter einem Jahr nicht als fehlerhaft bewertet werden. Bei allen Farben sollen die Regionen rund um Ohren und Augen von anderen Farben als weiß beherrscht werden. Die Haarlinie eines weißen Kragens darf nicht über den Widerrist hinausgehen (am Haaransatz gemessen).

Größe

Die bevorzugte Höhe am Widerrist ist für Rüden 20-23 Inches, 50 - 58 cm, die für Hündinnen 18-21 Inches, 45 - 53 cm, obwohl Qualität nicht zu Gunsten der Größe geopfert werden soll.

Gangwerk

Zügig, frei und leicht, Behändigkeit der Bewegungen, wohl ausbalanciert, raumgreifende Schritte zeigend Vorder- und Hinterbeine bewegen sich gerade und parallel zur Mittellinie des Körpers; bei zunehmender Geschwindigkeit nähern sich die Füße (beide, Vorder- und Hinterpfoten) der Gravitationslinie des Hundes, während die Oberlinie fest und eben bleibt.

Disqualifikationen
Man beachte, dass die einzigen Disqualifikationsgründe im ASCA Rassestandard die folgenden sind:
Unterbiss und Überbiss über 1/8" (0,32 cm) hinausgehend
Monorchismus und Kryptorchismus (ein Hoden bzw. beide Hoden fehlen)
andere als die anerkannten Farben, weiße Flecken am Körper, Dudley Nose (eine Nase ohne jegliche Pigmentierung, also rein rosa)

Gesundheit


Der Aussie ist widerstandsfähig und robust und hat eine hohe Lebenserwartung. Dennoch gehören zur Eindämmung von Erbkrankheiten auch bei den Aussies zum Pflichtprogramm eines jeden verantwortungsvollen Züchters diverse Gesundheits-Untersuchungen der Elterntiere. Die Untersuchung der Hüften durch Röntgen und Auswertung durch einen anerkannten Facharzt sowie regelmäßige Untersuchungen auf vererbbare Augenkrankheiten bei einem anerkannten Augenspezialisten (Ophtalmologen) sind unerlässlich und Voraussetzung für die Zuchtzulassung. Auch die Welpen müssen vor ihrer Abgabe im Alter zwischen 6-8 Wochen einem Ophtalmologen vorgestellt werden, da nur in diesem Zeitraum die Veranlagung zur Augenkrankheit CEA (Collie Eye Anomalie) erkannt werden kann. Darüber hinaus kann der Züchter bei den Elterntieren Ellbogen, Knie, Herz und Schilddrüse und seine Hunde auf den MDR1-Gen-Defekt hin überprüfen lassen. Hunde mit offensichtlichen Fehlern (z.B. dominierende Fellverwaschungen (dilute), Split-Face (halb weißes Gesicht), Überbiss, genetisch mehr als 2 fehlende Zähne oder andere Fehler laut Rassestandard oder vererbbare Krankheiten (HD, ED, Patella Luxation, Augenkrankheiten, etc.) sollten NICHT zur Zucht eingesetzt werden! Die Verpaarung zweier Merles sowie zweier NBTs (Hunde mit natürlicher Kurzrute) ist in Deutschland verboten, da bei den Nachkommen genetische Defekte zu erwarten sind (Taubheit und Blindheit) .

Wesen


Der Australian Shepherd gehört zu den Hütehunden und ist in erster Linie ein Arbeitshund mit ausgeprägtem Hüte- und Beschützerinstinkt. Er gehört zu den intelligentesten Hunderassen weltweit und ist überaus aufmerksam und lebhaft und beansprucht daher täglich ausreichend körperliche UND geistige Beschäftigung. Mit dem nötigen Einfühlungsvermögen und Konsequenz ist der Aussie leicht auszubilden und zeigt meist den viel zitierten “will to please” (Wille, seinem Menschen zu gefallen) sowie viel Stil bei der Bewältigung der an ihn gestellten Aufgaben. Trotz seines Arbeitseifers ist er im Haus angenehm und unauffällig und integriert sich in das Leben seiner Menschen, denen er treu ergeben ist. Der Aussie ist ein fröhlicher Hund, immer bereit und voller Tatendrang. Ein jeder Aussie-Besitzer kennt den begeisterten Blick: “Und was machen wir jetzt?”. Der Australian Shepherd ist kein Hund nur zum Gassi-Gehen. Bei mangelnder Beschäftigung oder unzureichender Erziehung kann sich dieser außergewöhnliche Hund schnell selbst Aufgaben suchen und unerwünschte Verhaltensweisen aneignen und so zu einer Belastung werden.

Generell werden Australian Shepherds in vielen Bereichen in der Freizeit aber auch im Sport oder als Arbeitshunde eingesetzt, wie zum Beispiel als

Reitbegleithund, für Agility, Dogdancing, Flyball etc.

als Hütehunde für Schafe oder Rinder

und auch als Suchhunde oder Therapiehunde.

Typischerweise entwickeln Shepherds eine besonders intensive Beziehung zu ihrer Bezugsperson. Mit ihr möchten sie nach Möglichkeit ständig zusammen sein und alles tun, um anerkannt und gelobt zu werden.